Bis auf Weiteres sind alle Veranstaltungen und Versammlungen in Köln untersagt und damit auch unsere Vätercafés und Gruppen. Jetzt gilt es zusammenzuhalten und die Krise geduldig zu durchstehen! Danach werden wir beginnen, nach und nach unsere Aktivitäten wieder aufzunehmen. Bleibt gesund und bis dahin!

Unsere Vätercafés am Samstag bei Kooperationspartnern der Familienbildung sind ein Erfolgsmodell. Daher bekommen sie an einem dritten Standort Zuwachs: An den Samstagen, 28.03., 25.04., 16.5., 06.06., 20.06. von jeweils 10-12:00 Uhr finden die Frühstückstreffen von Vätern und Kinder zum Klaaf und Kaffeetrinken auch im FamilienForum Südstadt, Arnold-von-Siegen-Str. 7. ,  statt. Geplant ist eine langfristige Etablierung und Erweiterung dieser Treffpunkte, die somit auch zeigen, wie die Vaterrolle sich wandelt.

Die Einladungen zu den Terminen gehen kurzfristig über unsere Mailingliste und WhatsApp-Gruppe raus. Väter melden sich bis 22:00 Uhr am Vortag über ein Webformular an. Dieses selbstorganisierte, nichtkommerzielle, digital niederschwellige und flexible Konzept ist einmalig in ganz NRW und wahrscheinlich sogar bundesweit. Zu bestimmten Anlässen wird darüber hinaus gebastelt, gemalt und gebacken. Teilweise haben sich bislang zu 50 Väter und Kinder bei einem Café getroffen, daher müssen wir die Höchstteilnehmerzahl begrenzen. Natürlich dürfen auch Stiefväter, Pflege- oder Großväter kommen. Die Väter erhalten über die Gastgeber auf Wunsch Kontakt zu Väter-Coachs und Beratungsmöglichkeiten. Die Teilnahme kostet nur 5 € je Vater. Kinder zahlen nichts. Dafür erhalten alle ein tolles Frühstück und Getränke. Wir nehmen den Virenschutz und Datenschutz ernst. Wir weisen alle Teilnehmer dazu an, sich zuvor die Hände gründlich zu waschen, die Schuhe auszuziehen und beachten alle anderen Vorsichtsmaßnahmen.

Zur Vätercafé-Anmeldeseite mit Mailingsliste/WhatsApp-Gruppe geht es hier.

Der Equal Pay Day jährt sich am 17. März 2020 bereits zum 13. Mal in Deutschland. Das diesjährige Motto lautet: „Auf Augenhöhe verhandeln – Wir sind bereit.“ Das Datum symbolisiert den Tag, bis zu dem Frauen aufgrund der (unbereinigten) Lohnlücke von 21 % im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen unbezahlt arbeiten. Lohngerechtigkeit ist ein wesentliches Thema der Gleichstellung. Was aber haben eigentlich haben Männer und Väter damit zu tun? Sehr viel, denn Gleichstellung ermöglicht Vätern ein besseres Leben. Wie sind die Zusammenhänge? Die traditionelle und meist unbewusste Rollenverteilung sozialisiert Mädchn/Frauen so, dass sie eher schlechter bezahlte Berufe, z.B. im Sozial – und Pflegebereich, ergreifen oder sie unterbrechen ihre Berufstätigkeit wegen Erziehung und Pflege („Care“) oder sie arbeiten in Teilzeit. Jungen/Männer dagegen werden nach wie vor dazu erzogen, Allein- oder Besserverdiener zu sein, mehr Zeit und Energie in ihre Karriere zu investieren und so familienfern zu arbeiten, gerade dann, wenn sie zuhause gebraucht werden. So ist es kein Wunder, wenn wie gehabt eher Männer in Führungspositionen aufsteigen und Frauen, die als potenzielle Mütter für Arbeitgeber ein „Risiko“ bilden, eher Zeitverträge oder gar ein geringeres Gehalt bekommen. Für sie heißt es oft: entweder Kind oder Karriere  – eine Entscheidung, vor die Männer nie gestellt werden. Doch gerade Männer zahlen einen hohen Preis – zumal wenn sie Väter werden. Denn auch wenn sie sich einreden, Geld mache (sie und die Familie) satt und glücklich, wissen wir alle, dass das nicht stimmt oder ausreicht: Zeitlich abwesend von Familie und Kind, arbeiten Männer sich oft schlicht und ergreifend physisch und psychisch kaputt. Sie leben riskanter und ungesünder und sterben früher als Frauen. Sie verpassen die Entwicklung ihrer Kinder und erspüren nicht mehr, wie es ihnen selbst und der Partnerin geht. Alles das bildet ein riesiges Konfliktpotenzial, dem (Eltern-)Paare oft nicht gewachsen ist. Studien zeigen, dass Paarbeziehungen länger halten, wenn Väter sich stärker in  der Familienarbeit engagieren. Dass die Lohnungleicheit geringer ist, wenn sich Paare Erwerbs- und Familienleben partnerschaftlich teilen. Und dass aktive Väter sogar ihre Lebenszeit verlängern! Besser wäre es also, rechtzeitig miteinander zu sprechen und die Aufteilung von Familie und Beruf indivuell als Paar zu verhandeln, statt Muster zu erfüllen. Wir als engagierte Väter wollen diese Benachteiligungen beider Geschlechter nicht hinnehmen. Deswegen sind wir Kooperationspartner des Business and Professional Women – Germany Club Köln e.V.

Wie das Verhandeln auf Paarebene funktionieren kann, darüber spricht VinK-Vorsitzender Jürgen Kura am 10. März auf der Veranstaltung zum Equal Pay Day im FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt Cäcilienstraße 29 – 33, 50667 Köln.

Das ganze Programm zum Download.

Zur kostenlosen Anmeldung geht es hier klicken.

„Daddy-Move & Relax – Bewegung und Entspannung für Väter und Kinder“ mit Christian Sonnenschein

PROBESTUNDE SONNTAG, 02.02.20 – 10:00-11:00 Uhr bzw. 11:00 – 12:00

Wir möchten damit insbesondere Väter erreichen, deren Kinder fünf Jahre und älter sind, die eine Mischung aus Action und Entspannung suchen und
die vielleicht nur sonntags Zeit haben. Es soll sowohl Vätern als auch Kindern gut tun. Der Kurs soll dann ab März ein Mal im Monat stattfinden.

• Bewegung mit Judo-Elementen ohne Leistungsdruck, für Anfänger geeignet.
• Raufen, Spielen und Spaß fördern und festigen die Bindung und tragen zu einer guten Entwicklung bei.
• Bewegung, Entspannung und stressfreies Spiel stärken das Selbstbewusstsein.
• Kindgerechte Judotechniken fördern Motorik und Wahrnehmung.
• Steigerung der schulischen Lern- und Leistungsfähigkeit durch mentales Training.
• Neue Freunde finden in der Gruppe.
• Bequeme langärmelige, langbeinige Kleidung, barfuß oder Stoppersocken.

Der Trainer Christian Sonnenschein ist Pädagoge und Heilpraktiker (Psychotherapie, Schwerpunkt Kinder und Jugendliche) und unterrichtet seit über 30 Jahren Kinder im Kampfsport Judo und in Mentaltraining. Er ist selbst Vater eines 8jährigen Jungen, der übrigens auch dabei sein wird. Seit 1994 trägt Christian den schwarzen Gürtel.

https://www.judospielpaedagogik.de/

Anmeldung zur Probestunde einfach an kontakt@koelnervaeter.de.

Ort ist die Aikido-Schule
Forum Kishintai
Beethovenstr.16-18 (Nähe Rathenauplatz)
50674 Köln
www.kishintai.de

Du wirst Vater? Herzlichen Glückwunsch! Um Dich gut vorzubereiten bieten wir Dir einen besonderen Service an – nämlich diesen Vorbereitungskurs am 25.Januar 2020 für zukünftige Väter. Hier mehr dazu.

Du wirst Vater?  Herzlichen Glückwunsch! Um Dich gut vorzubereiten bieten wir Dir einen besonderen Service an – nämlich diesen Vorbereitungskurs am 23.11.2019 für zukünftige Väter. Hier mehr dazu.

ERSTE HILFE AM KIND – FÜR VÄTER UND MüTTER – ein Crashkurs
Väter und Mütter wollen ihre Kinder beschützen. Wir unterstützen sie darin.
Kursinhalte:
Wie reagiere ich richtig, wenn mein Kind sich verbrüht, verletzt oder etwas verschluckt und zu ersticken droht? Wie reanimiere ich es notfalls? Und was ist gute Unfallprävention?
Ein Vier-Stunden-Intensivkurs zu den häufigsten Unfall-Szenerien, Übungen an einer Trainingspuppe und der Beantwortung individueller Nachfragen.
Geleitet wird der Kurs von Michael Neugebauer, Rettungssanitäter und Vater von zwei Kindern.
Für alle Eltern von Kindern bis 16 Jahre (Kinder sind nicht dabei.)
Leitung: Dr. Michael Neugebauer, Rettungssanitäter
Termin: Sa., 23.11.2019, 9:30 Uhr – 13:30 Uhr
Kosten: 20 €
Ort: OT Raum an St. Anna Ehrenfeld (Overbeckstr. Ecke Schadowstr.)
Kaffee und Teilnahmebescheinigung inkl.
Anmeldung bitte per Email an kontakt@koelnervaeter.de

JETZT ANMELDEN: „Vater 4.0 – vom Traditionsmodell zum Traumtyp? – Die Vaterrolle im Wandel und die Praxis“
Freitag, 11. Oktober 2019, 10:00 bis 17:30 Uhr
Jugendherberge Köln-Riehl

Diese Veranstaltung des Männer Väter Forums Köln wird in Kooperation mit der Kath. Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung, dem Kolpingwerk Deutschland, der Kirchl. Arbeitsstelle für Männerarbeit der deutschen Bischofskonferenz und dem Jugendhilfeträger Väter in Köln e.V. durchgeführt.  Sie wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen und aus Mitteln des ESF-Programms Elternchance II.

Wieso dieser Fachtag?
Tagtäglich spiegeln Politik, Medien sowie Alltagerfahrungen die Widersprüche von Väterbildern wieder. Einerseits ist die Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung und  für die Gleichstellung von Männern und Frauen trotz wachsender Forschung noch genauso umstritten wie die Praxis von gelingender Väterbildung überall bekannt ist. Andererseits haben viele Beteiligte ein Bild des idealen Vaters im Kopf, das selbst widersprüchlich ist: Er soll einfühlsam sein, möglichst lange in Elternzeit gehen und dennoch oft noch die Rolle des souveräne Alleinverdieners erfüllen. Das widerspricht wiederum dem Gebot der Gleichstellung. Und dann gibt es auch noch die schwierigen Lebenslagen, in die Väter hineingeraten können – einschließlich einer Trennung… Gibt es überhaupt den perfekten Vater – den „Traumtyp“? Und wenn nicht, warum? Und: Soll, will und kann ich Väter in meiner Arbeit überhaupt stärker ansprechen und stärken?

Um welche Fragen geht es?
An diesem Tag werden aktuelle Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie und Soziologie vorgestellt und diskutiert. In Workshops geht es mit erfahrenen Fachkräften um die Praxis:

  • Wie kann ich werdende Väter auf ihre neue Rolle vorbereiten?
  • Wie kann ich Väter mit spezifischen Orten und Angeboten erreichen?
  • Wie aktiviere ich Väter in Kitas?
  • Wie ermögliche ich jungen Vätern gelingende Bindungserfahrungen?
  • Wie gelingt die Arbeit mit Vätern mit Migrationshintergrund?
  • Welche Rolle kann das brisante Thema „Trennung und Väter“ in der Familienbildung spielen?

Welche Expert*innen wirken mit?
Zugesagt die Wissenschaftler*innen Prof. Dr. Andreas Eickhorst (Hochschule Hannover) und Dr. Claudia Zerle-Elsäßer (Deutsches Jugendinstitut München) sowie die Praktiker*innen Dip.-Pol. Eberhard Schäfer (Väterzentrum Berlin), Dipl.-Soz. Arb. Theo Brocks (Väter in Köln e.V.) und Gürkan Ucan (Dipl.-Soz.Arb., Kommunales Integrationszentrum der Stadt Herne),  Dietmar Fleischer (Evangelische Männerarbeit) und viele mehr. Das Grußwort wird gesprochen von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Köln, Bettina Mötting.

Wer moderiert?
Besonders froh sind wir darüber, dass der Tag nicht nur geschlechtsparitätisch, sondern auch prominent moderiert wird: Sabine Heinrich (bekannt aus dem WDR) und Autor Dr. Thomas Gesterkamp (Buch: „Die neuen Väter zwischen Kind und Karriere“) führen durch den Tag.

Was gibt es noch?
Verschiedene Methoden versprechen einen spannenden Tagungsverlauf. So wirken die Teilnehmer*innen nicht nur bei Workshops, sondern auch bei einem „Worldcafé“ sowie bei einer „Fishbowl“ mit.
Auf der Bühne erwarten Sie Arne Ulbricht und Matthias Veit („Zwei Väter“) mit ihrer Lese-Show. Getränke und Mittagtisch sind in der Teilnahmegebühr inbegriffen.
Die Veranstaltung gilt als Fortbildung.
 
Wie hoch ist der Teilnahmebeitrag?
30 € inklusive Getränke und Essen.
 
Wo melden Sie sich an?
Die Anmeldung erfolgt über das Formular der Website der Kath. Männerseelsorge:
Anmeldung
 
Das detaillierte Programm und weitere Informationen finden Sie hier:
Programm-Flyer als Download

Frauen verdienen immer noch in den selben Berufen durchschnittlich sechs Prozent weniger als Männer. Ein wesentlicher Grund dafür ist das Risiko wegen Schwangerschaft und Kinderbetreuung und Pflege („Care) auszufallen, das hauptsächlich auf ihnen lastet. Immer noch machen es viele Unternehmen Vätern immer noch nicht gerade leicht, in Elternzeit zu gehen oder bieten ihnen Teilzeitarbeitsplätze.  Die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern an sich beträgt zudem 21 Prozent zugunsten der Männer. Ein  Grund: Führungspositionen werden von Frauen erst gar nicht erst angestrebt, weil sie darin Familie und Beruf nicht miteinander vereinbaren könnten. Von Männern dagegen wird erwartet, dass sie Familie ganz weit zurückstellen.

So halten sich tradierte Rollenmuster und beide Geschlechter scheitern damit, sich partnerschaftlich und gleichberechtigt Erwerbs- und Familienarbeit aufzuteilen. Diesem schon lang bekannten Zusammenhang aus Väter-Perspektive etwas entgegenzusetzen, machen wir werdenden und allen anderen Vätern wertschätzende Angebote und bieten Organisationen dazu Beratung. Familie ist auch Männersache. Keine aktive Vaterschaft ohne Zeit und Gelegenheit! „Eine Emanzipation der Geschlechter gibt es nicht ohne die Männer“ (Klaus Theweleit). Um dies zu unterstreichen, kooperieren wir mit dem Equal Pay Day Köln, der vom Club Köln der Business and Professional Women Germany veranstaltet wird.

 

Für sein langjähriges Engagement, Väter in die Familienbildung hineinzuholen und sich für die Gleichstellug von Frauen und Männern einzusetzen, erhält Jürgen Kura, 1. Vorsitzender von Väter in Köln e.V., den Sonderpreis im Rahmen der Veranstaltung „Spitzenvater des Jahres“, initiert von Prof. Dr. Urike Detmers von der Mestemacher GmbH, Gütersloh. Wir freuen uns sehr! Hier mehr zu den Hintergründen und zur Begründung.

© Agentur Baganz, 8.3.19 Berlin