Fragen und Antworten

Fragen zum Verein

Warum wurde der Verein gegründet?

Viele Väter wünschen sich spezifische Orte und Angebote, um sich auszutauschen und gemeinsam aktiv Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Davon gab und gibt es noch viel zu wenige – gerade in Köln. Daher gründeten wir im Jahr 2010 Väter in Köln e. V.

Muss man Mitglied werden, um mitzumachen?

Unsere Angebote sind offen für alle. Du musst also nicht Mitglied werden, um daran teilzunehmen. Allerdings freuen wir uns sehr, wenn du uns durch deine Mitgliedschaft unterstützt und so dazu beiträgst, dass wir auch weiterhin unsere vielfältigen Angebote rund um das Thema Vaterschaft anbieten können.

Hat der Verein eine religiöse oder weltanschauliche Ausrichtung?

Nein. Unser Verein hat keine religiöse oder weltanschauliche Ausrichtung, sondern ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Wir sind allerdings Untermieter und Kooperationspartner diverser weltlicher und religiöser Einrichtungen.

Setzt ihr euch politisch für die Stärkung von "Väterrechten" ein?

Als Väterrechtler werden Väter bezeichnet, die sich auf Grund einer Trennung benachteiligt fühlen, sich organisieren und juristische Verbesserungen ihrer Lage politisch erkämpfen wollen. Das tun wir nicht. Wir sind explizit keine Rechts-Aktivisten. Vor allem halten wir den Blick nur auf die Lebenslage „Trennung“ für eine Verengung.  Es gibt eine Zeit davor. Paare von heute sind in erster Linie gute Teamplayer, dann klappt das auch mit der Partnerschaftlichkeit. Wir machen Vätern praktische Angebote, die sie in ihren Bedürfnissen nach Bindung, Entwicklung und Selbstwirksamkeit – an der Seite von emanzipierten Frauen  – stärken. Unser Beratungsangebot ist psychosozial und nicht juristisch.

Was versteht ihr unter "Väterarbeit"?

Der Begriff leitet sich aus den sozialpädagogischen Ansätzen der Mädchen- und Jungenarbeit ab. Väterarbeit ist psychosoziale Väterbildung und – da es die Kinder mit einbezieht – ein Teil der Kinder- und Jugendhilfe. Sie beinhaltet ressourcenorientierte Angebote zur Alltags-, Lebens- und Freizeitgestaltung, um pädagogisches Wissen zu kindlichen Bedürfnissen und familienbezogenen Fragen zu vermitteln.

Emanzipative Väterarbeit begründet sich aus drei Quellen: aus dem Verfassungsrecht auf Gleichberechtigung, aus dem Grundbedürfnis nach ganzheitlicher Selbstverwirklichung und aus dem Gebot des Kindeswohls. Hier eine ausführliche Definition der Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit NRW.

Wie definiert ihr „Vater“?

Der Begriff „Vater“ kann unterschiedlich definiert werden: biologisch, juristisch, religiös oder soziologisch. Wir denken ihn entwicklungspsychologisch und systemisch. Vaterschaft ist nicht gleich Vatersein. Für uns sind Väter Männer, die als Vater wirksam sind. Das sind in der Mehrheit biologische Väter, aber soziale Väter betrachten wir als gleichwürdig.

Wie steht ihr zu Müttern und zum Feminismus?

Respekt gegenüber Frauen, Müttern und Lebenspartnerinnen ist für uns ein wichtiger Grundwert. Zu gemeinsamen Veranstaltungen wie dem „Vatertag der Vielfalt“ sind Mütter gerne eingeladen. Bei einigen Angeboten beziehen wir Frauen mit ein, wie beim „Crashkurs für werdende Väter“. Zukünftig werden wir auch den kurs „Kinder im Blick“ anbieten.

Der Feminismus hat verkrustete Strukturen und traditionelle Rollenbilder zu Recht hinterfragt und trägt ebenso wie wissenschaftliche Erkenntnisse oder die veränderte Arbeitswelt mit dazu bei, dass auch immer mehr Männer und ihr Leben und ihre Geschlechtsidentität anders als früher gestalten wollen. Wir distanzieren uns ausdrücklich  von frauenfeindlich oder antifeministisch agierenden Vereinen und Verbänden.

Wie steht ihr zum „Wechselmodell“?

Bei der Wahl des Betreuungsmodells nach einer Trennung sollten das Kindeswohl und die Bedürfnisse der Beteiligten im Vordergrund stehen und nicht ideologischen Normen. Dies gilt sowohl für das Residenzmodell wie auch für das Wechselmodel bzw. die paritätische Doppelresidenz. Wir sehen das ähnlich wie das Väterzentrum Berlin, mit einer Ausnahme: Die „Pflicht zu einer Mediation“ ist in Deutschland nicht durchsetzbar, es sollte das „Recht auf eine Mediation“ geben. Hier die ganze Stellungnahme.

Fragen zu den Angeboten

Welche Angebote bietet der Verein an?

Unser Angebot für Väter umfasst einmalige sowie regelmäßig stattfindende Veranstaltungen zu verschiedenen Themen rund um die Vaterschaft.

Unser Angebot für Fachkräfte aus dem sozialen und pädagogischen Bereich umfasst regelmäßig stattfindende Fortbildungen, Väter-bezogene Beratungsleistungen sowie angeleitete Events für Väter und ihre Kinder in Kitas.

Muss man sich anmelden, um an den Aktivitäten teilzunehmen?

Das variiert von Veranstaltung zu Veranstaltung. Genauere Informationen findest du auf der entsprechenden Angebotsseite.

Sind die Angebote kostenpflichtig?

Einige Angebote sind kostenpflichtig, anderer kostenlos. Wir versuchen allerdings Teilnehmerbeiträge grundsätzlich so gering wie möglich zu halten und bieten für Menschen mit geringem Einkommen Ermäßigungen an.

Leistet ihr Rechtsberatung?

Nein, wir leisten keine Rechtsberatung. Es kann aber sein, dass ein Jurist grundsätzliche Fragen des Familienrechts im Rahmen bestimmter Angebote, zum Beispiel in der Coaching-Gruppe, erläutert.