Jungenarbeit / Geflüchtete

Aus Jungen werden Männer. Und können Väter werden. Daher ist auch Jungenarbeit Väterarbeit.

Zur Zeit führen wir das Projekt „WAM! Wertevermittlung und Aufklärung für jugendliche geflüchtete Männer bis 27 Jahre“ in Kooperation mit Schulen und div. Trägern durch.

Hintergrund: Viele geflüchtete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben extrem belastende – wenn nicht gar traumatisierende – Erfahrungen in ihren Herkunftsländern und/oder auf der Flucht gemacht. 90% der Geflüchteten sind männlich, die meisten von ihnen alleinstehend und ohne Familienangehörige. Viele von ihnen geraten in Deutschland in inneren Widerspruch mit einem traditionellen, zumeist patriarchalisch geprägten Werte-Verständnis. Das Zusammentreffen von „jung“ „männlich“ und „vaterlos“ (oder „vorbildlos“) bildet eine schwierige Lebenslage. Gewalterfahrungen im Heimatland und/oder auf der Flucht und in anderen Kontexten verinnerlichte Gewalt aktivieren unter Umständen eigenes –  eigentlich abgelehntes – gewalttätiges Verhalten. Folgen können Verunsicherung Versagensängste, und/oder Aggression und (in Ausnahmen) sexualisierte Gewalt gegen Frauen sein. Hier setzen wir an. Lange bevor es zu Problemen kommt.

Dieses Projekt ist ein weiterer Bestandteil unserer sozialen Verantwortung, Prävention und proaktiver Väterarbeit. Eswird gefördert von der Diakonie Rheinland Westfalen-Lippe. Gerne mehr Details auf Anfrage.