Jungenarbeit / Geflüchtete

Aus Jungen werden Männer. Und können Väter werden. Daher ist auch Jungenarbeit Teil der Väterarbeit.

Wir führten im 4. Vierteljahr 2017 bis zum 2. Vierteljahr 2018 das Projekt „WAM! Wertevermittlung und Aufklärung für jugendliche geflüchtete Männer bis 27 Jahre“ in Kooperation mit Schulen und div. anderen Trägern durch.

Hintergrund: Viele geflüchtete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben extrem belastende – wenn nicht gar traumatisierende – Erfahrungen in ihren Herkunftsländern und/oder auf der Flucht gemacht. 90% der Geflüchteten sind männlich, die meisten von ihnen alleinstehend und ohne Familienangehörige. Viele von ihnen geraten in Deutschland in inneren Widerspruch mit einem traditionellen, zumeist patriarchalisch geprägten Werte-Verständnis. Das Zusammentreffen von „jung“ „männlich“ und „vaterlos“ (oder „vorbildlos“) bildet eine schwierige Lebenslage. Gewalterfahrungen im Heimatland und/oder auf der Flucht und in anderen Kontexten verinnerlichte Gewalt aktivieren unter Umständen eigenes –  eigentlich abgelehntes – gewalttätiges Verhalten. Folgen können Verunsicherung, Versagensängste, und/oder Aggression und (in Ausnahmen) sexualisierte Gewalt gegen Frauen sein. Hier setzen wir an. Lange bevor es zu Problemen kommt. Prävention ist besser als Intervention.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Rap-Song und Videoclip entstand im Projekt:

Dieses Projekt ist ein weiterer Bestandteil unserer sozialen Verantwortung und proaktiver Väterarbeit. Es wurde gefördert von der Diakonie Rheinland Westfalen-Lippe. Gerne mehr Details auf Anfrage.